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Bürgerpreisnominierung für Thomas Krämer

Foto: Bettina Krämer

 

Von Stefan Josef, MZ

Regensburg. Wenn es im Gebiet von Neumarkt bis Wörth und von Ponholz bis Pentling einen Unfall gibt, ist die BRK Motorradstreife Regensburg meistens zuerst vor Ort. In mehr als 70 Prozent aller Fälle erreichen die Motorradstreifen den Unfallort noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Diese Minuten können Leben retten.

Doch nicht nur Verkehrsunfälle gehören zum Einsatzbereich der mobilen Helfer: Neben medizinischer Erstversorgung und Verkehrssicherung kümmert sich das ehrenamtliche Rettungsteam auch um Pannenhilfe, Medikamententransport und Begleitung von Events wie etwa dem Arber-Radmarathon. Sogar als Wegweiser und Lotsen sind die mobilen Helfer unterwegs. „Wenn Zeit ist, bringen wir Leuten, die eine Panne haben auch Verpflegung“, erzählt Thomas Krämer, Fachdienstleiter der Motorradstreife Regensburg. Krämer, der seit seinem Zivildienst 1993 ehrenamtlich im Rettungsdienst arbeitet, ist seit 2009 bei der Motorradstreife und leitet diese seit 2010. Dies bedeutet neben Streife fahren die Organisation und Koordination des siebenköpfigen Teams. Außerdem müsse ständig Sponsoren für die Arbeit der Motorradstreife gewinnen, da die Ausrüstung sehr teuer ist.

Ohne dem Verständnis seiner Frau Bettina Krämer währe das alles nicht möglich.

Krämer sagt, er trage sich immer als letztes in den Terminkalender ein und fahre zu den Zeiten, zu denen kein anderer Zeit hat. Bei der diesjährigen Hochwasserkatastrophe war Krämer sechs Tage am Stück im Einsatz. In dieser Zeit legten die beiden Fahrzeuge der Regensburger Motorradstreife insgesamt 2688 Kilometer zurück.

Als Krämer 2010 die Leitung der Motorradstreife übernahm, änderte er einiges. Es wurden zwei neue Motorräder angeschafft und Krämer trat aktiv an die Rettungsleitstelle heran, um auf die Arbeit der Motorradstreife aufmerksam zu machen. Er führte auch neue Einsatzwesten für die Rettungs-Biker ein, die den Helfern ermöglichen, ständig mit der Rettungsleitstelle in Kontakt zu sein. Die Statistiken auf der Homepage (www.brk-motorradstreife-regensburg.de) zeigen, dass die Aktivität der Truppe seit 2009 stark zugenommen hat. Seine Arbeit für die Motorradstreife sei eigentlich ein „Full-Time-Job“, erzählt Krämer. Doch „neben“ seinem ehrenamtlichen Engagement ist der 39-jährige Obertraublinger Triebfahrzeugführer bei der Deutschen Bahn.

„Was mich motiviert ist der Erfolg an der Sache. Wir sind in Bayern die zweitstärkste Truppe. Und der Zusammenhalt im Team“, erzählt der Obertraublinger. So würde er das Preisgeld des Sparkassen Bürgerpreises dafür verwenden, sein Team für einen Abend einzuladen, damit man auch mal neben der Arbeit Zeit miteinander verbringen könne.

 

 

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