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Warum ich „Motorradstreifen-Fan“ wurde

Foto: Sandra

  Ganz von vorne.Arber Radmarathon 2012 – meine zweite Teilnahme, mein erster Kontakt zur Motorradstreife Regensburg. Ein Jahr zuvor waren mir die Jungs nicht aufgefallen, aber so ist das wohl leider. Man bemerkt sie erst, wenn man sie mal gebraucht hat. Also 2012. Ich ging um 6:00 Uhr morgens auf die 250 km-Strecke, es war warm, die Wettervorhersage war prima, also bin ich in kurzen Hosen los und hatte lediglich eine Jacke dabei. Bretterschachten überraschte mich dann ein übler Wetterumschwung, es wurde kühl und schüttete ohne Unterlass, ich fror. Und wie das eben so ist, meldet sich das kaputte Sportlerknie bei Nässe und Kälte. Meine Kniewärmer lagen in Regensburg im Auto….Ich war kurz davor, aufzugeben und auf den Schlussbus zu warten, weil ich dachte, mit den Schmerzen schaffe ich das nicht mehr bis Regensburg. In Viechtach traf ich dann den Martin Kammerl, der mir das Knie bandagiert hat. Die Wärme tat gut, jedenfalls schaffte ich es dann doch noch bis Regensburg ins Ziel und alles war prima.Von da an interessierte ich mich für die Motorradstreife, zumal es das bei uns (ich komme aus BaWü) nicht gibt. Zwischenzeitlich entdeckte unser damals 11jähriger Sohn seine Vorliebe für den Rettungsdienst und wurde begeistertes Mitglied beim JRK.

Zeitsprung.

Es wurde Sommer 2013, natürlich musste ich wieder zum Arber Radmarathon, ich liebe diese Veranstaltung. Kurz vorher schrieb ich Martin, denn dieses Mal wollte meine Familie mit und unser Sohn interessierte sich doch sehr für die Einsatzmaschinen und deren Ausstattung. So verabredete ich mit Martin, dass er unserem Sohn alles zeigen würde.

Bei mir lief es 2013 nicht sonderlich gut. So sehr ich mich auch bemühte, meiner guten Form von 2012 fuhr ich nur hinterher. Ernsthafte Gedanken machte ich mir jedoch keine, sondern schob es auf beruflichen Stress und den damit verbundenen Trainingsrückstand. Nie hätte ich gedacht, dass mir was passieren könnte.

Martin traf ich dann in Regensburg kurz vor dem Start um 06:00 Uhr morgens. Unser Sohn schlief noch im Wohnwagen, Zeit wäre so kurz vor dem Startschuss sowieso keine mehr gewesen und so verabredeten wir uns für den Abend.

Es waren 40°C vorhergesagt, normalerweise habe ich keine Probleme mit Hitze und hatte keinerlei Bedenken. Man bereitet sich entsprechend vor, stellt sich darauf ein. Macht langsamer, verpflegt sich entsprechend… Ich bin schließlich kein Anfänger sondern übe diesen Sport schon seit vielen Jahren intensiv aus. Mit einem Sportskollegen begab ich mich dann auf die 250 km Strecke.

Morgens lief es noch gut, in der Arber-Region merkte ich gegen Mittag dann, wie die Kräfte schwinden. Wir nahmen Tempo raus, hatten keine Eile.

In Viechtach trafen wir wieder auf Martin. Lustig. Genau an der gleichen Stelle, an der er ein Jahr zuvor mein Knie bandagiert hatte. Nun lernte ich auch Walter Lang kennen, wir waren uns sofort sympathisch. Wir unterhielten uns, scherzten. Martin und Walter besprachen, wie und wo sie weiterfahren wollten. Im Scherz sagte ich noch zu den beiden „…egal, wie und wohin ihr fahrt: nur bitte nicht zu weit weg von mir…“ Dass daraus ca. 2 Stunden später bitterer Ernst werden würde, hätte zu dem Zeitpunkt wirklich keiner gedacht.

Ich traf die beiden wieder an der nächsten Verpflegung in Kolmberg, da ging es mir noch gut. Klar, ich war fertig, aber das waren alle bei der Hitze. Ich fahre viele Veranstaltungen dieser Art, Langstrecken sind meine Lieblingsdisziplin. Zwei Wochen vorher bin ich 350 km am Stück gefahren bei Temperaturen um 30°C. Und oft muss man sich auf der letzten Rille durchbeissen, das ist normal. Bei Hitze sowieso. Ich machte mir absolut keine Gedanken.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt knapp 7 Liter Wasser und Iso getrunken sowie regelmäßig gegessen. Also nichts falsch gemacht.

Es kam der letzte wirkliche Anstieg. Ich dachte, na den packe ich auch noch. Danach geht’s nur noch bergab und flach bis Regensburg. Etwa die Hälfte davon bin ich gefahren. Plötzlich ging mir die Kraft sowas von aus, das habe ich noch nicht erlebt. Als hätte einer den Stecker gezogen. Ich bin abgestiegen und wollte das letzte Stück bis oben (vielleicht 300m) schieben.

In mir passierten komische Dinge. Mir wurde plötzlich übel, ich hatte Sehstörungen, konnte die Zahlen auf meinem Radcomputer nicht mehr erkennen. Dann sah ich alles doppelt. Ich dachte an Unterzuckerung, obwohl ich mir diese nicht hätte erklären können. Als nächstes machten meine Beine schlapp, ich konnte keinen einzigen Schritt mehr weiter. Mit letzter Kraft habe ich mich nach links über die Straße geschleppt, mein Rad an einen Straßenpfosten gelehnt und mich am Straßenrand in den Schatten gesetzt. Mein Körper wollte mir nicht mehr gehorchen, das kannte ich nicht. Ich nahm noch meinen Helm ab und zog die Handschuhe aus. Dann bat ich meinen Begleiter, meinen Mann anzurufen, damit der uns abholen würde. Ich wusste, dass ich es definitiv nicht nach Regensburg schaffen würde.
Ein Motorradpolizist hatte angehalten und meinem Mann am Handy erklärt, wohin genau er fahren müsse.

Dann bekam alles eine Eigendynamik, die ich nicht mehr beeinflussen konnte. Ich fühlte mich wie in Watte gepackt und irgendeine Macht zwang mich dazu, mich hinzulegen. Mein Begleiter war beunruhigt und bat den Polizisten, die Motorradstreife zu rufen. Ich habe erwidert, dass ich keinen Arzt brauche, dass mein Mann auf dem Weg wäre und alles klar gehen würde.

Dann habe ich erst wieder mitbekommen, dass knapp neben mir ein Motorrad bremste und kurz darauf sah ich Walters Gesicht über mir. Mir war das unangenehm, ich wollte keine Umstände machen und dachte, das sei völlig unnötig. Plötzlich war auch Martin an meiner Seite, mir war das alles ganz schrecklich peinlich. Ich wollte protestieren, wollte einfach aufstehen, aber es ging nicht. Ich konnte nicht mal mehr was sagen. Das war der reinste Albtraum. Ich war nicht mehr Herr über mich selbst, nackte Angst überkam mich.

Martin und Walter strahlten Ruhe und Sicherheit aus, das war beruhigend für mich. So habe ich meine innerlichen Widerstände aufgegeben, habe resigniert und einfach alles nur noch über mich ergehen lassen. Ich wollte mich nicht mehr wehren weil ich begriffen hatte, dass das gar nicht möglich war. Ich begriff, das wohl doch was gewaltig nicht in Ordnung war mit mir und ich habe mich ergeben.

Was alles ablief, bekam ich nur aus weiter Ferne mit. Ich weiß noch, dass ich furchtbar gefroren habe, und das bei der Hitze. Ich sah meinen Begleiter vor mir stehen mit dem Infusionsbeutel in der Hand. Kopfschüttelnd und blass. Ab und zu sah ich Martin, wie er hin- und her sprang. Ich war mittendrin und irgendwie doch ganz weit weg.

Innerlich aufgeschreckt bin ich, als ich Martin irgendwann sagen hörte, dass mein Druck wieder auf 70 runter sei, dass ihm das alles gar nicht mehr gefalle und er anordnete, einen Hubschrauber anzufordern. Da hat sich alles in mir gewehrt. Ich wollte sagen „Hey Martin, übertreib doch nicht so, ich brauch‘ doch keinen Heli“ – gesagt habe ich gar nichts. Ich habe es nur gedacht und konnte es nicht sagen, ein blödes Gefühl. Mein Entsetzen war groß und ich dachte, das hier ist alles nur ein böser Traum, gleich wachst Du auf und alles ist normal. Aber dem war nicht so. Ich wollte nur nicht in den Hubschrauber, ich hasse fliegen wie die Pest.

Den Hubschrauber habe ich nicht mitbekommen, obwohl der direkt daneben gelandet sein muss, wie ich erzählt bekam. Ich weiß erst wieder, dass plötzlich mehr Leute da waren, Männer in Orange die einen ziemlichen Rummel veranstaltet haben, noch mehr Kabel und Schläuche an mir, und ich wollte doch einfach nur noch meine Ruhe haben.

Da ich inzwischen stabil war, hat man mich in den RTW (von dem ich gar nicht mitbekommen hatte, dass der neben mir stand) verladen, der Hubschraubernotarzt fuhr mit. Ich bekam eine warme Decke und war zufrieden.

Meine Familie war zu dem Zeitpunkt noch nicht eingetroffen, ich war froh, dass sie das ganze Theater nicht mit ansehen mussten. Mein Begleiter ist heute noch geschockt. Der wird das nie vergessen.

Als meine Familie eintraf, nahm Martin sich noch Zeit für unseren Junior und zeigte ihm alles, machte sogar noch Fotos. Das war wahnsinnig nett von ihm.

Die Fahrt nach Straubing war ok, hat nur mächtig geschaukelt. Und ständig brüllte man mich an, ich sollte die Augen öffnen. Das hat mich in dem Moment genervt.

In der Notaufnahme dachte ich sorry, dass ich nicht frisch geduscht bin, wie man das normalerweise tut, wenn man zum Arzt geht. Natürlich ist das Quatsch, das ist eine Notaufnahme, da kommen die wenigsten frisch gewaschen an. Aber das war in dem Moment meine größte Sorge.

Die haben mich komplett auf den Kopf gestellt, ich habe brav mitgemacht, fand das alles aber ziemlich anstrengend und wollte nur noch schlafen. Als ich aufs Zimmer kam, trafen meine Familie und mein Begleiter ein. Mein Mann war entsetzt, ich konnte ihn beruhigen und habe alles runtergespielt.

Sie fuhren zurück nach Regensburg und ich wollte endlich schlafen. Natürlich war Monitoring angesagt. Die Nacht in der Klinik war schlimm. Es war ja nicht geplant, bis Montag in Bayern zu bleiben. Ich musste doch arbeiten, hatte wichtige Termine... Das rumorte ganz schön in mir. Irgendwann schlief ich ein. Aber nicht lange. Der Monitor über mir schlug jedes Mal Alarm wenn ich einschlief, weil der Blutdruck in den Keller rauschte. Was zur Folge hatte, dass ein Arzt an meinem Bett auftauchte und mir irgendwas verabreichte. Das ging die ganze Nacht so. Schlafen ist da unmöglich. Ich habe mich irgendwann nicht mehr getraut, die Augen zu schließen, aus Angst, der Alarm geht wieder los.
Ich war froh, als ich am nächsten Morgen raus durfte.
Im Entlassbericht steht Hypovolämischer Schock und Hypokaliämie. Die Laborwerte zeigten neben kleineren Entgleisungen eine schwere Anämie, die dann als Ursache für den ganzen Schlamassel dingfest gemacht wurde. Das hatte gyn. Ursachen. Inzwischen habe ich zwei Operationen hinter mich gebracht, war fast 4 Monate „krank“ und habe jetzt im Januar wieder das Training aufgenommen.

Das alles hat mich noch lange sehr beschäftigt. Immer und immer wieder erlebe ich diese Momente und frage mich genau so oft, was gewesen wäre, wenn mein Mann schneller eingetroffen wäre und ich eingestiegen wäre. Was gewesen wäre, wenn Martin und Walter nicht dagewesen wären. Wenn mir das bei einer anderen Veranstaltung passiert wäre, bei der so manches Sturzopfer 45 Minuten ohne Versorgung auf der Straße liegt?!
Ich bin froh, dass mir das beim Arber passiert ist. Ich musste noch nie notversorgt werden, das war Premiere. Und ich bin froh, dass Martin und Walter das waren. Ich stehe tief in ihrer Schuld.

Die Geschichte könnte hier zu Ende sein, ist sie aber nicht.

Beide haben mich auch danach noch mit großer Geduld ertragen. Mit Walter habe ich per Mail über Wochen hinweg alles ausführlich aufgearbeitet und verarbeitet. Ich wollte das einfach abhaken, aber es ging nicht. Ich war zu geschockt. Walter war selbstlos für mich da. Mit Martin habe ich die medizinischen Details aufgearbeitet. Bin mit ihm auf Spurensuche gegangen, weil ich wissen wollte und musste, was genau in meinem Körper abgelaufen ist und weshalb.


Jetzt, 2014, überschneidet sich der Arber Radmarathon mit dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, an dem ich ebenfalls immer teilnehme. Ich war unsicher, was ich machen sollte. Nun wird es doch wieder der Arber. Ich muss die Jungs wieder sehen. Ich muss auch Frieden mit mir selbst schließen, indem ich wieder auf die 250 km Strecke gehe und bis ins Ziel durchziehe. Es ist, als müsste ich mir selbst was beweisen. Nur dann kann ich endlich abhaken, was passiert ist. So lange verfolgt mich das noch.

Sicher werde ich mit gemischten Gefühlen an den Start gehen. Und sicher werde ich nie vergessen, was da passiert ist. Es wird mir eine Lehre sein. Zukünftig gibt es kein „Heldentum“ mehr. Lieber ein Mal mehr zum Arzt als ein Mal zu wenig. Ich habe meine Lektion gelernt.


Liebe Grüße

Sandra

 

 

 

 

 

 

 

 

Kartoffeln auf der B8

Bild: Kamera24

Laut Erstmeldung über die Integrierte Leitstelle Regensburg sei ein Lkw mit Kartoffeln umgestürzt. Diese Lage bestätigte sich den Einsatzkräften vor Ort jedoch nicht; zwar lag eine ganze Menge an Kartoffeln auf der Fahrbahn, umgestürzt war aber zum Glück kein Fahrzeug.

Ein Landwirt war mit seinem Traktor und Anhänger auf der B8 von Rosenhof kommend in Richtung Barbing unterwegs. Kurz nach der Anschluss-Stelle Rosenhof zur A3 öffnete sich, aus noch unbekannter Ursache, eine Klappe seines Anhängers. Auf einer Länge von rund 100 Metern fiel eine größere Zahl an Kartoffel, die er geladen hatte, auf die Fahrbahn. Die Motorradstreife des BRK, die dort zufällig zeitgleich unterwegs war, sicherte die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Feuerwehr ab. Im Anschluss sammelte man gemeinsam mit den Kräften der Feuerwehr das Gemüse wieder auf und verlud die Kartoffeln erneut auf den Anhänger. Die Fahrbahn war aber dennoch stark verschmutzt und einige "zermatschte" Kartoffeln stellten eine hohe Rutschgefahr dar, insbesondere für Motorradfahrer. Die Feuerwehren aus Sarching und Barbing reinigten die Bundesstraße letztendlich mit Wasser. Zur Unterstützung der Reinigungsarbeiten kam noch eine Kehrmaschine der Straßenmeisterei des Landkreises Regensburg hinzu.

 

Die B8 war in diesem Bereich nur noch einspurig befahrbar. Die Feuerwehr leitetet den Verkehr an der Einsatzstelle vorbei. Es kam zu leichten Behinderungen. Neben den genannten Feuerwehren war noch die Polizei vor Ort.

Bericht: T. Krämer

Verkehrsunfall A3 bei Wiesent

Am Samstag den 31.8.2013 ereignete sich auf der Autobahnbrücke der BAB 3 unmittelbar hinter der Anschlussstelle Wiesent, Fahrtrichtung Westen ein Verkehrsunfall.

Zunächst ging man von nur 2 Leichtverletzten aus, schnell stellte sich jedochnheraus das es sich um insgesamt 6 Patienten handelte.

Da durch den Unfall beide Hälften der Fahrspur betroffen waren bildete sich rasch ein Stau der sich auch bis auf die Autobahn überquerende St 2146 ausweitete.
Die ersteintreffenden Rettungsmittel konnten sich noch durch den Stau zur Einsatzstelle vorarbeiten, jedoch war es für weitere Rettungsmittel sowie Räumfahrzeuge kurze Zeit später nahezu unmöglich.
Somit entschied sich der ELRD mit der Autobahnpolizei , das vor Ort befindliche Krad der BRK Motorradstreife als "Lotsen" einzusetzen. Der nachfolgende blockierte Autobahnabschnitt wurde bis zur nächsten Abfahrt abgefahren um sicherzustellen das sich dort kein Fahrzeug mehr befindet um anschliessend nachrückende Rettungsmittel entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung von der Abfahrt Rosenhof zur Einsatzstelle zu geleiten.

Georg Fuhrmann

Heißes Wochenende

 

Ein wahrlich heißes Wochende hatte die Motorradstreife beim Arber Radmarathon zu bewältigen. Die Vorbereitungen begannen bereits am Samstag. Nach einer Einsatzbesprechung in der Feuerwehrschule Regensburg fuhren mehr als 20 Polizeimotorräder und die Motorradstreife Regensburg die gesamte Strecke des Marathons ab, um taktisch wichtige Abschnitte der Strecke zu begutachten. Bei dieser Erkundung aller Beteiligten war schon abzusehen, dass die hohen Temperaturen mit Sicherheit zu enormen Belastungen bei den Sportlern, wie auch bei den Einsatzkräften führen würden.

 

Am Sonntag begann der Tag bereits um 4.00 Uhr früh. Nach einem kurzen Frühstück fuhren die beiden Einsatzmaschinen zusammen mit den Polizeieinheiten geschlossen zum Dultplatz und ab 6.00 Uhr wurden dann die einzelnen Touren begleitet. Während bis zur Mittagszeit neben kleineren Blessuren wenig zu versorgen war, wurden die Nachmittagsstunden um so heftiger. Die beiden Einsatzmaschinen der Motorradstreife Regensburg, die mit einem Notarzt und einem Rettungssanitäter besetzt waren mussten innerhalb weniger Stunden 14 teils schwere Notfalleinsätze bewältigen. Bei einem Einsatz musste sogar der Rettungshubschrauber Christoph 15 aus Straubing alarmiert werden. Völlig durchgeschwitzt und am Ende Ihrer Kräfte konnte dann der gesamte Einsatz um 20.30 Uhr beendet werden.

 

Unser Dank gilt vor allem den Motorradpolizisten, der Führungsgruppe der Polizei und allen anderen Helfern auf der Strecke und den Einsatzleitungen die uns in hervorragender Weise bei allen Einsätzen abgesichert und in vollem Umfang unterstützt haben.

 

Bericht: Lang W.

Schwehrer LKW Unfall A3 bei Wöhrt a.d. Donau

Heute Vormittag ca.09:30h wurde die Motorradstreife Regensburg von der Rettungsleitstelle zum Verkehrsunfall auf die A3 bei Wöhrt an der Donau alarmiert. Wegen zwei schwehren LKW Unfällen war die A3 über mehrere Stunden in Fahrtrichtung Regensburg für den Verkehr gesperrt. Die Motorradstreife war hauptsächlich zur Staubetreuung eingesetzt. Erst als die erste Unfalstelle um ca. 13:00h geräumt war entspannte sich die Lage etwas so dass die Motorradstreife wieder zu ihrem Standort zurückkehren konnte.

Bericht: Krämer T.

Absicherung am Autobahnkreuz Regensburg

Im Rahmen der Streifenfahrt konnten wir auf der Autobahnüberfahrt von der A93 zur A3 in Fahrtrichtung Nürnberg ein liegengebliebenes Fahrzeug absichern, welches mit einem Keilriemenschaden liegen geblieben ist.

Bericht: Behringer T.

Betreuungseinsatz auf der A3

Am vergangenen Samstag galt es für die Motorradsstreife Regensburg eine besondere Situation zu meistern. Im Zuge des Streifendienstes hielt der Motorradsanitäter in Höhe der Autobahnauffahrt Beratzhausen bei zwei Reisebussen aus Rumänien. Bei einem Gespräch mit den Busfahrern stellte sich heraus, dass einer der Kraftomnibusse einen schwerwiegenden elektrischen Defekt aufwies. Nachdem von der Motorradstreife ein Pannendienst auf den Weg gebracht wurde, setzte der intakte Kraftomnibus seine Reise nach Rumänien fort. Während der Absicherungmaßnahme kümmerte sich der Fahrer der Motorradstreife um die 50 Fahrgäste. Dabei stellte sich heraus, dass der Reisebus schon über Stunden mit defekter Klimaanlage von Darmstadt her kommend unterwegs war und dann in Höhe Beratzhausen endgültig liegen blieb. Als der Pannendienst eintraf, stellte sich heraus, dass der defekte Bus zwar fremdgestartet werden konnte, dazu aber der rechte Fahrstreifen gesperrt werden musste. Der Fahrer der Streife verständigte daraufhin über Funk die Polizei, die umgehend einen Streifenwagen an die Einsatzstelle beorderte. Nach Absprache mit den Polizeibeamten, sicherten die Polizei und der Fahrer der Streife die Sperrung des rechten Fahrbahnstreifen ab, so dass der Pannendienst den Bus gefahrlos starten konnte, um anschließend den nächsten Parkplatz anzufahren.

 

Am Parkplatz angekommen galt die Aufmerksamkeit des Sanitäters den Fahrgästen, die seit Stunden in großer Hitze ausharren mussten und keine Getränke mehr hatten. Da dringender Handlungsbedarf geboten war, setzte sich der Sanitäter mit der Kreisbereitschaftsleitung in Verbindung und organisierte ein Fahrzeug der Schnelleinsatzgruppe, welches eine halbe Stunde später mit ausreichend Getränken an Bord an der Einsatzstelle eintraf, um die Fahrgäste zu versorgen. Nach ca. 4 Stunden waren dann alle Teilnehmer versorgt, so dass gegen 19 Uhr der Einsatz beendet werden konnte.

 

Der besondere Dank der Motorradstreife gilt einer Familie aus Darmstadt, die mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg in den Urlaub war und zufällig an dem besagten Parkplatz Rast machte. Als sie um den Zustand der Fahrgäste des Reisebusses erfuhren, teilten sie kurzerhand Ihren Getränkevorrat, der eigentlich für die Reise gedacht war, selbstlos an die Reisegruppe aus, damit wenigstens die Zeit bis zum Eintreffen der Schnelleinsatzgruppe überbrückt werden konnte. Eine wie ich finde sehr menschliche Reaktion, die Respekt und Anerkennung verdient.

Bericht: Lang Walter

Leichter Verkehrsunfall- Trotsdem tödlicher Ausgang

Am 28.06.2013 ca. 16 Uhr kam ein Alarm für die RTW Besatzung Regenstauf die ich zufällig auf der Tankstelle getroffen hatte, mit dem Stichwort bewusstlos im Auto.

Ich habe mich dann entschieden die Einsatzstelle mit anzufahren und zu unterstützen.

Der RTW war kurz hinter mir als wir in die Straße eingebogen sind, aus der Entfernung war schon zu erkennen, dass es sich um eine Reanimation handelt, da bereits eine EH-Reanimation am Laufen war.

Aufgrund der Bewusstlosigkeit kam der Fahrer auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort ganz leicht mit dem Gegenverkehr. Es wurden keine weiteren Personen verletzt.

Nach Ankunft von RTW und NEF haben wir ca. 60 min lang den 74jährigen reanimiert, leider erfolglos.

Aufgrund der unklaren Todesursache für Notarzt und Hausarzt wurde die Einsatzstelle entsprechend gegen Schaulustige abgeschottet, da der Einsatz für die Polizei und Kripo noch einige Zeit in Anspruch nahm.

Nach zwei Stunden war für uns der Einsatz vorbei.

Bericht: Hiendl H.

Viel Arbeit für die Motorradstreife

Ein arbeitsreiches Wochenende für die Motorradstreife Regensburg geht zu Ende.

Neben Verkehrsunfällen auf der A3 und A93 fuhren wir auch mehrere Notfälle in häuslichen Bereichen an. 

Bei einem gemeldeten Wohnungsbrand im Stadtgebiet wurde zum Glück nur ein qualmender Ofen festgestellt. Die betroffenen Anwohner wurden in Sicherheit gebracht, und die anfahrenden Hilfskräfte abbestellt.

Weniger Glück hatte am Sonntag den 23.06.2013 eine gestürzte 36 Jährige Rollerfahrerin auf der A3bei Sinzing, die sich bei ihrem Sturz schwerste Verletzungen zuzog. Im Bereich der Unfallstelle war die Autobahn über Stunden nur einspurig befahrbar!

Die 36 Jährige Rollerfahrerin verstarb am Montag in einer Regensburger Klinik.

Bericht: Krämer T.

Motorradstreife Regensburg beim Hochwassereinsatz in Niederbayern/Oberbayern

 

 

 

 

Die BRK Motorradstreife Regensburg wurde am Sonntag Abend den 02.06.2013 zum Einsatz gerufen.

Nachdem in vielen Bereichen der Donau und im Bereich Rosenheim der Katastrophenalarm ausgelöst wurde fuhr die Motorradstreife Regensburg mit einem Betreuungs Kontingent in der Nacht zum Montag mit insgesamt 25 Fahrzeugen nach Rosenheim um dort eine Betreuungsstelle der evakuierten Rosenheimer Bevölkerung zu übernehmen. Dort wurde das Motorrad eingesetzt um z. B Medikamente für die Bevölkerung zu holen, was für normale Fahrzeuge kaum mehr möglich war da viele Bereiche von Rosenheim bereits unter Wasser standen und erst ein passierbarer Weg gefunden werden musste. Hinzu kam der enorme Verkehr der die Fahrt nochmals stark behinderte.

Darüber hinaus übernahm die Motorradstreife Lotsendienste für die Einheiten die in die Kriesengebiete geschickt wurden.

 Nach eineinhalb Tagen wurde die komplette Einheit dann nach Kirchroth bei Straubing verlegt. Auf dem dortigen Gelände der Autobahnmeisterei befand sich die Einsatzleitung.

Von dort wurden die eintreffenden Einheiten koordiniert und in ihre Eisatzgebiete geschickt.

Ohne die Motorradstreifen wäre dies kaum möglich gewesen. Viele Hauptverbindungen waren bereits überflutet und machten das Einsetzen von Navigationsgeräten unmöglich. Da die eingesetzten Kräfte aus anderen Teilen Bayerns stammten waren diese auf die Ortskenntnis der Motorradstreifen als Lotsen angewiesen. 

Das Wasser ging auch nach Ende des Regens nicht zurück, so das immer wieder ganze Ortschaften evakuiert werden mussten. Die Motorradstreife war dort eingesetzt um die Bevölkerung zu wecken und zu warnen, da diese Aktionen teilweise nachts begannen.

Für die Notevakuierung von Osterhofen wurde ein Buskonvoi mit 9 Bussen von Deggendorf nach Osterhofen gebracht, was durch die wegen Überflutung gesperrten A92 und A3 Schwierigkeiten bereitete, da alle anderen Strecken total überlastet waren. Der Konvoi wurde von drei BRK Motorrädern und einem Hubschrauber der Polizei begleitet, der nach befahrbaren Strecken Ausschau hielt und sie dem Regensburger Einsatzmotorrad welche Führungsmaschine war über Funk mitteilte.

 

Erst als sich die Gesamtsituation in der Region Niederbayern etwas beruhigte konnte der Einsatz nach 5 Tagen beendet werden. 

Für den gesamten Hochwassereinsatz legten die beiden Motorräder aus Regensburg insgesamt 2688 km zurück.

Bericht: Krämer T.

 

 

 

 

 

 

24/25.05.2013 Ein verregnetes Wochenende

Am Wochenende ereigneten sich auf Grund des starken Regens und schlechten Sichtverhältnissen mehrere Verkehrsunfälle im bereich um Regensburg die aber glücklicherweise nur Blechschäden verursachten. Die Motorradstreife Regensburg war trotz dem schlechtem Wetter am Wochenende insgesamt 29 Stunden mit zwei Maschinen auf den Autobahnen im Rettungsleitstellenbereich Regensburg unterwegs, und betreute die verunfallten Personen und sicherte die Unfallstellen ab.

 

In einer kurzen Ruhepause durften sich die Motorradsanitäter bei der Freiwilligen Feuerwehr Obertraubling ein wenig aufwärmen, denn durch den Dauerregen und die niedrigen Temperaturen wurden langsam die Knochen kalt!

 

Bericht: Krämer T.

12.05.2013 Regensburg Marathon

Ein großer Auftakt in Regensburg, war am vergangenen Wochenende der Regensburg Marathon, mit fast 4000 Teilnehmern. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Helfern der verschiedenen Organisationen war auch die Motorradstreife Regensburg mit zwei Maschinen im Einsatz. Beide Fahrer hatten die Aufgabe, das Teilnehmerfeld zu begleiten, um bei einem Notfall eine rasche Erstversorgung bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels zu gewährleisten. Dazu gehörte auch Fahrzeugstandorte zu besetzen, die auf der gesamten Laufstrecke verteilt waren. Trotz der Anstrengungen, welche die beiden Fahrer ausgesetzt waren, gab es auch lustige Momente, nützte doch mancher Teilenehmer des Marathons die Begleitung der Fahrer das Motivationslevel hochzuhalten um das begehrte Ziel zu erreichen. Das Bild zeigt einen der Fahrer beim Informationsaustausch mit einem Streckenposten der Feuerwehr.

 

Bericht: Lang W.

01.05.2013 Saisonbegin

Heute am 01.05 hatte die Motorradstreife Saisonbegin für 2013 und schon wurden die Dienste benötigt.Während der Motorradsanitäter einen Bereich im nördlichen Landkreis abfuhr, wurde er von der Rettungsleitstelle zu einem Internistischen häuslichen Notfall beordert. Vor Ort galt es einem älterem Mann mit erheblicher Atemnot zu versorgen. Zusammen mit dem Team des Rettungswagens und einem alamierten Notarzt wurde der Mann so weit versorgt, dass er kurze Zeit später in ein Regensburger Krankenhaus gebracht werden konnte. Nach dem der Rettungswagen den Einsatzort mit Patienten verlassen hatte verblieb die Motorradstreife noch bei der zurückgebliebenen Ehefrau des Patienten, die von den Geschehnissen doch sehr mitgenommen war und leistete bis zum Eintreffen des Sohnes psychologischen Beistand.

Bericht: Lang W.

28.04.2013 Antenne Bayern Motorradsternfahrt

28.04.2013

Am Sonntag begleiteten wir gemeinsam mit der Verkehrspolizei den Motorradkonvoi nach Kulmbach zur Antenne Bayern Sternfahrt. Die Fahrt ging von Regensburg aus durchs Naabtal über Amberg und Bayreuth nach Kulmbach. Anschliessend fuhren wir im Korso mit mehreren Tausend Bikern durch Kulmbach aufs dortige Festgelände.

Bericht: Krämer T.